Turnfahrt 2014

Turnfahrt der Frauenriege Töss nach Fribourg im Uechtland

Turnfahrt zum Dreiländereck 2016

Freitag, 21. August 2015

RicoSpielmann



Turnfahrt der Frauenriege Töss nach Fribourg im Uechtland

 vom 21. bis 23. August 2015

Erster Tag von Gila Pabst

Freitag morgen, bei schönstem Wetter, trafen wir uns vor dem Stadttor, um nach Fribourg zu reisen. 12 Frauen mit guter Laune machten sic h auf den Weg zum Ende des Perrons, wo unser reservierter Wagen, angeschrieben mit Frauenriege Töös mit doppelt öö stand. Kaum abgefahren offerierte uns Milva Gipfeli. Mmm, lecker.

In Fribourg landeten wir wieder am äussersten Ende des Perrons und kein Hotelservice in Sicht. Also machten wir uns auf zum Hotel Faucon, das mitten in der Altstadt liegt. Unser Gepäck konnten wir einstellen.

Bis zur Führung im Schweizerischen Näh- und Kuriositätenmuseum blieb noch Zeit für ein Kaffeepäuschen. Im Museum wurden wir sehr freundlich empfangen und gleich in eine andere Zeit versetzt. Hunderte von antiquarischen Objekten riefen bei vielen von uns Erinnerungen hervor. Nur unser „Küken“ Milva stand manchmal hilflos da.

Sehr beeindruckend waren die ca. 250 alten Nähmaschinen. Mit Liebe und grossem handwerklichen Geschick verarbeitet und ein Modell schöner als das Andere, aber für „kleine Leute“ nicht bezahlbar. Auch andere historische Objekte, die der Hausfrau das Leben erleichterten, wie Waschmaschinen, Staubsauger, Bügelgeräte etc. brachten uns zum Staunen. Die 1 ½ Stunden gingen schnell vorbei und man hätte noch bei diesem und jenem verweilen können.

Bis zur Stadtführung blieb noch etwas Zeit, um die Füsse zu schonen und den Magen zu füllen. Das hat Lilian unfreiwillig umgesetzt. Nachdem sie ihr feines Sandwich genossen hatte, bestellte sie noch einen Kaffee mit der dortigen Spezialität „Gäbse-Nidle. Sie staunte nicht schlecht, als noch Himbeeren und Vanilleglace dazu serviert wurden. Ueber Mithilfe beim Geniessen musste sie sich nicht sorgen.

Nachmittags um 14.00 Uhr begann unsere Stadtführung. Fribourg ist eine von 12 Zähringer Städten im Süddeutschen Raum und in der Schweiz. Dass Fribourg im Uechtland und Freiburg im Breisgau verwandte Gründer hatten, war uns wohl allen neu.

Zähringer Städte sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Sie liegen an einer Flussschleife, die Marktgasse bildet die Hauptachse und die Burg des Stadtherrn liegt nicht in sondern ausserhalb der Stadt. Schon vor langer Zeit führte der Jakobsweg durch Fribourg, was Handwerker anlockte, die sich unten am Fluss niederliessen. Auch wir liefen ca. 800 m auf dem Jakobsweg.

Es war eine interessante Führung. Jetzt freuten wir uns aufs Hotel, aufs Duschen und auf ein feines Nachtessen im „O Sole Mio“.

 

Zweiter Tag von Brigitte Tschanz

Zum ersten mal versuche ich einen Reisebericht über unsere Turnfahrt zu schreiben. Ich übernehme den Zweiten Tag und weiss nicht, ob das gut herauskommt.

Nach unserem guten Frühstück mit Lachs, Gipfeli, Fleisch, Käse, Kaffee und noch viel mehr gute Sachen, machten wir uns auf den Weg für unsere Wanderung.

Vorerst aber geht es noch auf den Samstagmarkt. Denn der gehört zu Fribourg. Auch wenn die Läden wegen einem Feiertag am Samstag geschlossen sind. Auf den Samstagmarkt mit süssen Früchten, gesundem Gemüse, knusprigem Brot und gut gereiftem Käse, sowie alles Möglichem von Handarbeiten wird NIE verzichtet.

Um ca. 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg durch die Gotteronschlucht. Anfangs Schlucht mussten wir noch etwas trinken und dann ging die schöne Wanderung los. Über Brücken, Treppen hinauf und hinunter, im schönen Wald entlang bis nach Ameisenmüle. Dort machten wir eine längere Pause und Edith verwöhnte uns mit Schoggistengeli. Edith hatte auch einen lustigen Witz auf Lager – er handelt von Holländern, Deutschen und von Kau- und anderen Gummis.

Nachher ging es weiter nach Bourguillon (Bürglen FR). Im Café/Bäckerei hatte Edith für uns reserviert, damit wir einen feinen Zvieri essen durften, mit vielen Kalorien, es war super.

Edith, Margrit, Milva, Marianne und Gila wanderten nach Kaffee und Kuchen weiter bis zu unserem Hotel in Fribourg. Auf der grossen Brücke über die Saane kam ihnen das Lied in den Sinn: „Über Sieben Brücken musst du gehn“ von Peter Maffay - Die 5 tapferen Wandersfrauen sangen fröhlich, doch kannten sie auch den Text?

Der Rest unserer Gruppe nahm den bequemeren Weg und wir fuhren mit dem Bus zum Bahnhof Fribourg. Leider war der Buschauffeur sowas von unfreundlich: Kein Wort kam über seine Lippen, nicht mal ein Grüezi, das Billett mussten wir selbst von seiner Kasse nehmen. Im Hotel angekommen freuten wir uns auf eine kühle Dusche, denn die Sonne hatte den ganzen Tag für uns gelacht.

Judy hatte einen Schrittzähler an ihrem Hosenbund, ca. 16-Tausend Schritte hatten wir gemacht. Also genug für heute!

Nach dem Nachtessen ging es noch in die Stadt an das Folklore-Festival. Ich wartete noch auf Alice, die anderen gingen schon mal voraus. Rosmarie sagte noch: „Ihr findet uns schon!“ Doch da waren so viele Leute, die Kolleginnen zu finden glich einer Nadel im Heuhaufen zu finden. Alice und ich vergnügten uns auch so, und das Sorbet mit Güx war erfrischend und fein. Irgendwann kamen alle andern wieder zum Heuhaufen heraus und nach einem Schlumi fanden alle den Weg zum Hotel und die verdiente Bettruhe bis am Sonntagmorgen.

Dritter Tag von Rita Loser

Nach einem wiederum reichhaltigen Frühstück machten wir uns um 9 Uhr auf den Weg zum Bahnhof. Der Platz, auf dem am Abend zuvor das grosse Folklorefestival stattgefunden hatte, war bereits aufgeräumt und nicht mehr viel erinnerte an die Menschenmassen von abends zuvor.

Die Koffer verstauten wir in Schliessfächern und um 10 Uhr bestiegen wir bei oh Schreck leichtem Regen den Bus. Eine fast 1stündige, abwechslungsreiche Fahrt führte uns nach Schwarzsee Gypsera. Der Wettergott meinte es gut mit uns, es regnete nicht mehr. Nach einem Kaffeehalt und einer technischen Pause marschierten wir los auf dem Hexenweg rund um den See. Unsere Hundehalterinnen Marianne und Milva konnten sich nicht sattsehen an einem Kinderwagen für Hunde. Diverse Stationen wie die Dankes-Grotte, Frösche, Hexenhäuschen und einem grollenden Drachen verkürzten uns die wunderschöne Wanderung.

Zurück in Gypsera packte uns der Hunger und wir verköstigten uns im Restaurant. Berge von Pommes und allerlei Fleisch oder Fisch hielten uns bei guter Laune. Ein Kaffee an der Sonne krönte das Mahl. Es war zu kalt zum Schwimmen, aber einige badeten ihre Füsse im kühlen Nass und die anderen genossen einfach die Sonne, die tolle Landschaft oder hielten Mittagsschlaf.

Während wir warteten, machten wir uns Gedanken über erneuerbare Energie oder wofür man menschliche Winde gebrauchen könnten. Wir Frauen hätten da einige Ideen. Unter grossem Gelächter enterten wir den Bus.

In Fribourg angekommen hatten wir Freizeit. Eigentlich waren wir zu müde um nochmals die Stadt unsicher zu machen, aber für eine Glace im MC Donalds oder einen Kaffee im Bistro reichte es allemal. Auf der Heimfahrt amüsierten wir uns köstlich, aber die Themen sind nicht unbedingt reiseberichttauglich. Nur soviel, wir freuten uns auf zuhause, die schwanzwedelnden Hunde und auf den Closomat.

Wir danken Edith für die tolle Organisation sowie Alice und auch Judy für die Photoreportagen. Es war eine vollauf gelungene Reise und wir freuen uns auf die Nächste!!!!