Frauenriege

Turnfahrt 2014

Turnfahrt der Frauenriege Töss nach Fribourg im Uechtland

Sonntag, 24. August 2014

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Turnfahrt 22. – 24- Aug 2014 nach Mellau im Bregenzerwald

1. Tag, Freitag, 22. August

Besammlung 07.25 vor dem Stadttor, Abfahrt 07.42 Gleis 3

Pünktlich versammelten wir uns, 10 Turnerinnen zu unserer Turnfahrt und stiegen fröhlich in den Zug. Die reservierten Plätze waren schnell eingenommen und schon legte uns Edith eine Serviette mit der Aufschrift „Traumfrau“ mit vielen guten Eigenschaften wie humorvoll, spontan, lieb, einzigartig, stark, gut drauf und sexy geschrieben stand vor uns hin und Milva verteilte ein Gipfeli und Edith ein Schoggistängeli. Der Kaffee kam dann später. Schnell ging die Fahrt ohne Umsteigen vorbei und schon hiess es aussteigen. Bei den Schliessfächern verstauten wir unsere Koffer und Habseligkeiten und standen am Strassenrand zur Stadt.“ Grün Kommt“ war die Anzeige und wir warteten geduldig. In der Innenstadt von Bregenz war Markt und schon konnten wir unsere ersten Einkäufe tätigen. Wir probierten Käse und Dörrfrüchte. Wir schlenderten durch die Gassen und fanden den „Bregenzer Seebrünzler“, eine kleine Bronzestatue am Strassenrand. Als Seebrünzler werden die Bregenzer bezeichnet, da ihnen unterstellt wird heimlich in den Bodensee zu“ brünzeln“. Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten spazierten wir zum See. Dort beschlossen wir uns ganz kurzfristig für eine stündige Rundfahrt in der Bregenzer Bucht. An Bord konnten wir auch eine Kleinigkeit essen.

Bald war es Zeit für die Weiterfahrt nach Mellau. Wir holten unser Gepäck und wir setzten uns in den Bus. Es war eine schöne Fahrt durch die grüne Landschaft des Bregenzerwaldes. Nach einer Stunde waren wir am Ziel. Edith führte uns zum Hotel Kanisfluh, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Die Zimmer waren schnell bezogen und schon trafen wir uns wieder zur Dorf Umrundung. Doch vorher brauchten wir noch eine kleine Stärkung. Auf der Sonnenterrasse des Hotels Sonne gab es Kaffee und Strudel. Dank einer Spende von Rita Loser konnten wir unsere Euros für den Abend sparen (nochmals vielen Dank). Frisch gestärkt und voller Tatendrang wanderten wir entlang des Mellenbaches zum Schwimmbadsteg, weiter zur Bengathbrücke. Milva wollte hier schon Steine suchen. Später kamen wir zur Bergbahn und weiter ging es über den Dürrbach zur Alpbachbrücke und zurück entlang der Bregenzerach nach Mellau. Unterwegs gab es einige spezielle Sitzbänkle die von Vereinen oder Geschäften der Gemeinde Mellau gesponsert und aufgestellt wurden. Zurück im Dorf reichte es noch für einige Einkäufe und schon war es Zeit für das Nachtessen im Hotel. Schon bei der Ankunft konnten wir uns entscheiden was auf dem Teller liegen sollte. Wir freuten uns auf die bunten Salate vom Buffet. Die Schweinsschnitzel nach Wienerart schmeckten hervorragend und die Bregenzerwälder Kässpätzle waren sehr „fuerig“ und gut. Auch der Dessert Joghurt-Topfen-Creme mundete uns.

Nach dem Essen brauchten wir noch einen Verdauungsbummel. Der Kellner gab uns einige Tips, wo wir das Nachtleben von Mellau finden könnten.

Also machen wir uns auf den Weg durch das menschenleere, dunkle Dorf. Nach einigem hin und her und auf und ab fanden wir aber den“ Stadl“. Mutig traten wir ein und nahmen an einem grossen hohen Tisch Platz. Die Bardame bediente uns sehr freundlich. Der Wirt machte auch spezielle Schweizermusik zum mitsummen und über den Köpfen flimmerte ein Fussballmatch ohne Ton. Wir waren in guter Stimmung und versuchten noch einige Tanzschritte. Judy wurde sogar für ein Tänzchen aufgefordert. Langsam machte sich Müdigkeit breit und wir beschlossen den Heimweg anzutreten. Den fanden wir schneller. Dem Wirt versprachen wir noch, dass wir am Samstagabend wieder kommen wollten und Alice bestellt schon eine „Besoffene Marille“. Völlig glücklich sanken wir in unser Betten und freuten uns auf den nächsten Tag.

Margrit Benz

2. Tag, Samstag, 24. August 2014

Frisch und munter erschienen alle, inklusive Annemarie, der es am Vorabend leider nicht so gut ging, pünktlich zum reichhaltigen Frühstück.

Um 9.30 beim Abmarsch zur etwa 10 Minuten entfernten Mellaubergbahn, lachte die Sonne uns an. Mit der Gondelbahn fuhren wir hoch zur Bergstation Simma, die auf 1400 m liegt. Bevor wir die Wanderung antreten konnten, gab es einiges zu erledigen: Klobesuch, Wanderstöcke auf die richtige Länge richten, Gruppenfoto knipsen, und die kleine Kapelle besichtigen. Margrit fand sogar Zeit, um sich kurz auf dem Spielplatz zu verweilen – sprich schaukeln.

Der Sonne ist das Lachen ziemlich schnell vergangen und bald waren wir vom Nebel umgeben. Durch ein Nebelvorhang konnten wir unter ins Tal blicken. Den Versuch, den Nebel wegzublasen, schlug fehl. Für eine kurze Zeit blieben auch die Kühe hinter dem Vorhang versteckt, und nur das vertraute Bimmeln der Kuhglocken nahmen wir wahr.

Gemütlich auf einer Naturstrasse erreichten wir nach zirka 50 Min. die Wildguten Alpe auf 1610 m. In der heimeligen Hüttenstube stärkten wir uns mit Getränke. Edith bestellte eine Käseplatte, sodass alle probieren konnten. Der Alpe –Wirt machte ein Feuer im Kamin, und es war richtig gemütlich. Viele kauften ein Stück Käse. Herr und Frau Alpe-Wirt machten ein gutes Geschäft.

Umgeben von etwas weniger Nebel setzten wir unsere Wanderung fort. Es gab die Möglichkeit, die Wanderung zu kürzen, aber alle hatten sich für die längere Variante entschieden. Nach zirka 30 Min. erreichten wir die nächste Alp –Vordersuttis Alp. Hier kehrten wir auch ein. Draussen im „Garten“ sassen wir mit dem Rücken zur Wand, um Schutz vor der Kälte zu finden. Mit sehr leckerem „Jause-Platten, stillten wir unsere kleinen Hunger. Dazu gab es lustige Gespräche – u.a. was werden wir wohl für eine Einladung von Margrit bekommen, sollte sie den fast 50 Million Lotto-Jackpot knacken.

Wieder unterwegs, legte der Wettergott uns einen Test auf. Er schickte Regen, um zu prüfen, ob wir für eine solche Wanderung gut ausgerüstet waren. In Rekordzeit montierten alle ihren Regenschutz -Regenmantel – Pelerine, Hut, etc. Der Test wurde mit Bravur bestanden und in 5 Min. hörte der Regen wieder auf. Auf einen langen Baumstamm legten wir eine kurze Pause ein, um uns von allen Seiten fotografieren zu lassen.   Müde, aber glücklich erreichten wir unser Hotel rechtzeitig zum „Z‘Vieri“.

Während des leckeren Abendessens erzählte Edith ein lustiger Witz und im Nu waren alle wieder hellwach.

Wie am Vorabend gestatteten wir der „Stadl Bar“ einen Besuch ab und platzierten uns rund um „unseren“ Stammtisch. Kaum hatte Alice Platz genommen, bekam sie den speziellen Drink „Besoffene Marille“ serviert. Aus Spass hatte sie den Drink vorsichtshalber für heute schon gestern Abend bestellt. Die tüchtige Serviertochter vergass die Bestellung nicht. Alice bekam sogar 2 solche Drinks serviert. Die Müdigkeit setzte ein und verdarb die Stimmung, so dass wir austranken, uns verabschiedeten und ins Hotel zurückkehrten. Die meisten steuerten ihr Hotelzimmer an, aber es gab doch ein paar die sich noch einen letzten Schlummertrunk genehmigen wollten.

Ein schöner Tag fand sein Ende.

Judy Schürch

3. Tag - Sonntag, 25. August 2014

Der Sonntagmorgen, der 3. und letzte Tag unserer Turnfahrt, zeigte sich von der trüben Seite, Nebelschwaden verhüllten die Berge und es regnete. Nachdem wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet gestärkt hatten, verliessen wir unser Hotel, in dem wir uns alle sehr wohl gefühlt hatten.

Kurzer Fussmarsch zur Busstation, den richtigen Bus zu erwischen sollte sich als kompliziert erweisen. Obwohl der Buschauffeur angesichts unserer Gruppe meinte: “So viele hübsche Frauen“, fuhr er ohne uns weg. Eilig stiegen wir in den nächsten Bus ein. Nach einigen Metern Fahrt, wollte Edith mit dem Ruf: “Alle aussteigen, falscher Bus“, offenbar unser Reaktionsvermögen testen. Aber wups standen alle samt Gepäck wieder auf der Strasse. Unfreiwillig und doch zwanglos bevölkerten wir beim Hotel Sonne die Terrasse und taten uns an einem Getränk gütlich. Nun schaute auch bereits die Sonne zwischen den Wolken hervor und wir verliessen das gemütliche Restaurant und bestiegen gutgelaunt den richtigen Bus. Einmal Umsteigen in Egg, erreichten wir nach kurzer Fahrt Bregenz.

Das Deponieren unseres Gepäcks in den Schliessfächern war im Nu erledigt, hatten wir dies doch schon am Freitag geübt! Zackig marschierten wir zur Pfänderbahn. Oben angekommen trennte sich unsere Gruppe. Die sportlicheren wanderten entlang des Pfänderrückens nach Eichberg und fuhren von dort mit Postauto und Bus über Lochau nach Bregenz zurück.

Wir anderen fünf liessen uns im Restaurant ein feines Mittagessen schmecken. Frisch gestärkt erkundeten wir den Alpenwildpark mit Hirschen, Steinböcken, Wildschweinen, Mufflons etc. Wir waren begeistert von der prächtigen Aussicht auf die Hügel und den Bodensee mit den vielen Segelschiffen im glänzenden Sonnenlicht und den Zeppelinen. Die Berge in der Ferne waren leider noch wolkenverhangen.

Später verwöhnten wir uns unten am See mit feiner Glacé, genossen auf dem Platz vor dem Festspielhaus die Sonne und trafen dann unsere Kameradinnen bei den Schliessfächern wieder. Sie hatten ebenfalls einen schönen Nachmittag verbracht. Wiedervereint bestiegen wir den Zug der uns nach Winterthur brachte.

Es waren wunderschöne Tage, immer eine tolle Stimmung und wir lachten viel. Liebe Edith, du hast die Turnfahrt perfekt organisiert und durchgeführt, vielen herzlichen Dank. Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr.

Annemarie Hess